Was am Haus gemacht werden muss:

Behutsam erneuern, ohne den Charakter zu verlieren

Der Furtner ist ein historisches Haus und ein Einzeldenkmal. Gerade deshalb braucht jede Sanierung einen klaren Grundsatz: so viel Erneuerung wie nötig, so viel Erhalt wie möglich. Ziel ist nicht, das Haus optisch neu zu erfinden, sondern seine Substanz zu sichern und es technisch so zu ertüchtigen, dass es für die kommenden Jahrzehnte tragfähig bleibt.


Baustein 1:
Dauerhafter Erhalt des Gebäudes

Ein erster großer Bereich ist der Erhalt des Gebäudes selbst. Das Dach muss neu eingedeckt, Blecharbeiten müssen erneuert und beschädigte Sparren sowie weitere schadhafte Holzteile im Dachbereich ausgetauscht werden. Auch die Fenster brauchen eine gründliche Überarbeitung; die Fenster im Erdgeschoss sollen ersetzt und dabei wieder an den historischen Zustand angenähert werden. Hinzu kommen die grundlegenden technischen Gewerke: Elektro, Heizung, Wasser- und Abwasserleitungen müssen umfassend erneuert werden.


Baustein 2:
Notwendigkeiten für die Gastronomie

Genauso wichtig ist der zweite Bereich: das Wirtshaus im laufenden Betrieb zukunftsfähig zu machen. Denn auch wenn sich der Furtner für die Gäste möglichst nicht verändern soll, muss hinter den Kulissen viel passieren. Die WCs müssen neu gebaut werden, Lager und Kühlräume brauchen eine zeitgemäße Lösung, ebenso die Theke. Auch eine eigene kleine Küche gehört zu einem funktionierenden künftigen Betrieb dazu.


Baustein 3:
Obergeschosse nutzbar machen

Um die Obergeschosse künftig für Kultur, Ateliers, Büros oder Ausstellungen nutzen zu können, ist auch hier eine behutsame Sanierung nötig. Küche und WCs müssen ergänzt, die technische Infrastruktur ertüchtigt werden. Gleichzeitig sollen Raumstruktur, Stuck und historische Details erhalten bleiben. Damit die Nutzung später nicht eingeschränkt ist, braucht es außerdem einen zusätzlichen Fluchtweg.


Baustein 4:
Brauerei wieder zugänglich machen

Die historische Brauerei lässt sich baurechtlich nicht ohne Weiteres neu nutzen. Dennoch soll sie wieder begehbar und erlebbar werden – zunächst vor allem für Führungen. Dafür müssen Holztreppen und Erschließung gesichert sowie Beleuchtung, Sicherheit und Fluchtwege geschaffen werden. So kann ein verborgener Teil des Furtner wieder geöffnet werden.

Entscheidend ist dabei, dass der Furtner optisch Furtner bleibt. Wer hereinkommt, soll nicht das Gefühl haben, dass ein alter Ort glatt modernisiert wurde. Die vertraute Atmosphäre soll erhalten bleiben – mit einer Technik und Infrastruktur, die den Betrieb langfristig möglich macht. So verstehen wir Sanierung: nicht als Verwandlung, sondern als Sicherung – als sorgfältige Weiterentwicklung eines Hauses, das seine Geschichte zeigen darf.